Vorwort

Vorwort Auf den Glauben bauen

Kirche besteht in Gemeinschaft. Nur in der Gemeinschaft entfaltet sich unser Glaube und wirkt in der Welt. Dabei stellt sich die Kirche vielen Aufgaben. Das erfordert Organisation und vor allem Menschen, die sich den Aufgaben mit Sachverstand und Engagement widmen. Die Kirche im Erzbistum Paderborn verfügt über eine solide finanzielle Basis, um diese Struktur nicht nur bereitzustellen, vielmehr auch zu erhalten und an neue Erfordernisse anzupassen.

Im Jahr 2016 konnte das Erzbistum für die kirchliche Arbeit Erträge im gleichen Umfang einsetzen wie im Vorjahr. Über die Seelsorge in den Kirchengemeinden hinaus sind damit unsere vielfältigen Einrichtungen und Angebote sichergestellt, mit denen die Kirche auch gesellschaftliche Aufgaben übernimmt: von der persönlichen Betreuung und Begleitung durch soziale Einrichtungen und Beratungsstellen über die Erziehung und Bildung in den katholischen Kindertagesstätten, Schulen und Bildungseinrichtungen bis zur materiellen und fachlichen Unterstützung derjenigen, die unserer Hilfe als Mitmenschen bedürfen.

Insgesamt 487,2 Millionen Euro hat das Erzbistum Paderborn im Jahr 2016 für diese Aufgaben aufgewendet. Nach der deutlichen Steigerung 2015 sind diese Aufwendungen im abgelaufenen Jahr abermals leicht gestiegen. So konnten wir das dichte Netz kirchlicher Leistungen sichern. Und wir konnten diejenigen unterstützen, die in unserem Land und in der Welt nicht in den Genuss von Wohlstand und sicheren Lebensbedingungen kommen. Den weitaus größten Anteil der eingesetzten Finanzmittel stellen die Gläubigen in unserem Erzbistum durch ihre Kirchensteuerbeiträge zur Verfügung. Ihnen gilt unser herzlicher Dank.

Wie die Kirchensteuerbeiträge eingesetzt wurden, legt der vorliegende Finanzbericht für das Jahr 2016 detailliert dar. Die Ergebnisrechnung informiert über die verfügbaren Finanzmittel und zeigt, woher das Geld kommt und wofür es verwendet wird. Die Bilanz gibt Auskunft über das Vermögen, das die Leistungen der Kirche ermöglicht, Verpflichtungen abdeckt und damit das Handeln und Wirken in der Zukunft absichert.

„Die Kirche im Erzbistum Paderborn wird ihren Verpflichtungen nachkommen und ihre Aufgaben erfüllen.“

Wie in den vergangenen Jahren auch lagen 2016 die Kirchensteuereinnahmen aufgrund der guten Konjunkturlage auf einem hohen Niveau. Dieser positive Effekt wird allerdings in Zukunft die Folgen der demografischen Entwicklung nicht ausgleichen können. Dem Erzbistum Paderborn werden mittelfristig weniger Finanzmittel zufließen. Gleichwohl will und wird die Kirche im Erzbistum Paderborn ihren Verpflichtungen nachkommen und ihre Aufgaben in Seelsorge, Caritas, Bildung und Weltverantwortung erfüllen. Das erfordert eine langfristige Finanzplanung mit Augenmaß sowie eine stete Anpassung an die Bedingungen, in denen wir als Kirche den Glauben gestalten.

Eine große Bedeutung kommt dabei den kirchlichen Immobilien zu. Der Betrieb und die Instandhaltung von Kirchen, Pfarrheimen, Pfarrhäusern sowie Gebäuden für Bildung, Caritas und Seelsorge binden erhebliche Finanzmittel. Die folgenden Seiten vermitteln dazu konkrete Zahlen und Fakten. Und sie zeigen, wie die Kirche mit dieser Herausforderung umgeht und aus ihr sogar neue Impulse für die Verkündigung der Frohen Botschaft gewinnt. Die Beispiele machen Mut, denn sie stehen für eine Kirche in Bewegung. So werden wir auch in Zukunft auf den Glauben bauen.

Paderborn, im September 2017

Alfons Hardt                Dirk Wummel
Generalvikar                Hauptabteilungsleiter Finanzen